Der digitale Steuerkrieg – Vortrag am Aschaffenburg Universität am 16,1,2026

Am 16. Januar 2026 wurde ich eingeladen, in Aschaffenburg einen Vortrag zum Thema ‚Der digitale Steuerkrieg‘ zu halten. In diesem Vortrag analysierte ich die Rolle der Digitalsteuer im internationalen Standortwettbewerb sowie die Aussichten auf mögliche kommende Handelskonflikte.

Willkommen im Jahr 2026. Während wir nahtlos durch soziale Netzwerke scrollen und Serien streamen, tobt im Hintergrund ein gewaltiger Konflikt, den ich treffend als „Digitalen Steuerkrieg“ bezeichnet. Es geht nicht nur um Zahlen, sondern um eine fundamentale Verschiebung der globalen Machtverhältnisse. 🌍💸

Das Systemversagen: 100 Jahre alte Regeln für eine digitale Welt 🏚️💻

Das Kernproblem ist so simpel wie dramatisch: Unsere heutigen Steuergesetze stammen größtenteils aus den 1920er Jahren. Damals war die Welt rein physisch. Eine Steuerpflicht entstand nur dort, wo eine Fabrik oder ein Büro – eine sogenannte Betriebsstätte – stand.

Heute sieht die Realität anders aus. Giganten wie Netflix haben Millionen von Abonnenten in Deutschland, besitzen hier aber kein einziges Gebäude und beschäftigen keine Angestellten vor Ort. Die Folge? Die Gewinne fließen in Steueroasen wie Luxemburg oder Irland, während die lokalen Fiskalkassen leer ausgehen. Das Prinzip der physischen Anknüpfung ist im digitalen Zeitalter schlichtweg obsolet geworden.

User Created Value: Sie sind das wahre Kapital! 📈👥

Warum fordern Staaten wie Frankreich oder Italien so vehement eine Digitalsteuer? Die Antwort liegt im Konzept des „User Created Value“.

Jeden Tag, wenn Sie Algorithmen mit Ihren Suchverläufen, Standorten und Vorlieben füttern, erschaffen Sie Wert. Ohne unsere Fotos wäre Instagram leer; ohne unsere Daten wäre der Netflix-Algorithmus blind. Da die Bürger eines Landes diesen Wert mitschöpfen, fordern die Staaten das Recht, diesen auch zu besteuern. Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts, und der Streit um ihre Besteuerung ist erst der Anfang.

Das Imperium schlägt zurück: Strafzölle als Waffe 👜⚔️🚗

Die USA betrachten die Digitalsteuer nicht als faire Finanzpolitik, sondern als gezielten Angriff auf ihre Tech-Giganten – eine „Erpressung aus Übersee“. Mit der Sektion 301 des Trade Acts von 1974 hat Washington eine mächtige Waffe: Strafzölle.

Der Mechanismus ist brutal: Wird US-Tech besteuert, antwortet die USA mit Zöllen auf Luxusgüter. Ein Streit um Google-Algorithmen führt plötzlich dazu, dass französischer Champagner, italienische Designermode oder deutsche Autos unbezahlbar werden. Es ist eine Geiselnahme sensibler Industrien, um Regierungen zum Einlenken zu zwingen.

Die Ära der „Physikalischen Balkanisierung“ 🗺️🚫

Die Hoffnung auf eine globale Lösung durch die OECD (Pillar One) ist nach dem Ausstieg der USA unter der Trump-Administration vorerst zerschmettert. Wir steuern auf eine fragmentierte Zukunft zu:

  • Grüne Zonen: Länder wie Kanada oder Indien, die aus Angst vor Handelskonflikten ihre Digitalsteuern zurückziehen.

  • Rote Zonen: „Festungen“ wie Frankreich, die direkt provozieren und Steuersätze drastisch erhöhen.

  • Der Beobachter: Deutschland, das unter Kanzler Merz vorerst abwartet.

Fazit: Chaos als Chance 🚀✨

Wir treten in eine Ära der Ungewissheit und der nationalen Alleingänge ein. Doch wie Professor Huang betont: In einer Welt, die nicht mehr ruhig ist, liegen die größten Chancen für die junge Generation. Die digitale Wirtschaft ist global vernetzt, doch das Steuersystem wird wieder national. Wer diese Komplexität versteht, dem gehört die Zukunft.


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